Amerika präsentiert die schnellste Kamera der Welt

Wissenschaftler in den USA haben mit handelsüblicher Technik eine Hochgeschwindigkeitskamera entwickelt, die alle bisherigen Konkurrenten weit hinter sich lässt. Ein Team von Wissenschaftlern an der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA) unter der Leitung von Bahram Jalali hat eine neue Hochgeschwindigkeitskamera entwickelt. Mit einer entsprechend hohen Bildausbeute: Über 6 Millionen Bilder schafft die Kamera in der Sekunde. Das bedeutet, sie macht alle 163 Nanosekunden ein Bild. Das System heißt Serial Time-Encoded Amplified Microscopy (STEAM). Es schafft solche extremen Leistungen, indem es zweidimensionale Bilder in einen Strom aus Licht verwandelt. Die Kamera ist im Moment anscheinend die schnellste ständig laufende Kamera der Welt.
Das negative an der Kamera ist, dass die Auflösung von Steam deutlich unter dem, was herkömmliche Kameras leisten liegt. Gerade einmal 2.500 Pixel schafft die Kamera. Hier sollen in Zukunft noch Verbesserungen erzielt werden. Es gibt zwar Kameras mit noch kürzeren Belichtungszeiten. Doch anders als die Steamkamera können diese nicht kontinuierlich Bilder machen. Das kann Steam und eignet sich deshalb dazu, Ereignisse im Bild festzuhalten, die nicht planbar sind oder die nicht ausgelöst werden können.

Eine mögliche Anwendung ist etwa die Durchflusscytometrie, die für Blutanalyse verwandt wird. Bisher ist es nur möglich, Blutzellen zu zählen und Informationen über ihre Größe zu gewinnen. Beobachte man das Blut mit der Steamkamera, könnte es möglich sein, die seltenen schädlichen Tumorzellen, die für die Bildung von Metastasen verantwortlich sind, zu finden. So könnte zahlreichen Patienten schon im frühzeitigen Stadium geholfen werden.

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