Archiv für März 2009
Geotagging beim Wandern
Wer an der frischen Luft wandert, möchte meistens nicht nur die Ruhe und Landschaft geniessen und seiner Seele etwas Gutes tun, sondern sich auch später noch daran erinnern oder Freunden von der Tour erzählen können.
Dazu sind Bilder nützlich und viele Wanderer nehmen ihre Digitalkamera mit. Das ermöglicht unmittelbar nach der Tour die schönsten Impressionen direkt, z.B. per Email, an seine Freunde schicken zu können. Wer es direkt mag, knipst mit seinem Mobiltelefon mit Kameramodul und versendet es direkt von der Tour, meistens ist aber eine sehr gute Fotoausrüstung mit dabei, um den Alpen- oder Talblick, die Staumauer oder andere Objekte in Gänze und hochauflösend zu erfassen. Oft stellt sich hinterher – evtl. sogar Jahre später – die Frage, wo genau diese Aufnahme entstanden ist. Hierbei hilft es, die Bilder mit Geoinformationen zu versorgen, wie wir schon weiter unten dargestellt haben.
Fuer den ambitionierten Fotografen stellt sich nun die Frage, wie er die GPS-Information mit dem Bild verknüpft, und zwar so elegant wie möglich, da er sich auf das Foto konzentrieren soll und möchte.
Die Jobo AG hat hier ein GPS-Modul namens photoGPS auf den Markt gebracht, welches auf den Blitzschuh einer Digitalkamera aufgesteckt wird und so direkt beim Auslösen die Ortsinformation speichert.
Dieses funktioniert ganz einfach in drei Schritten:
- Erfassen der Geodaten vor Ort (mit dem JOBO photoGPS)
- Automatische Zusammenführung von GPS- und Adressdaten mit Bildern (anhand beiliegender Matching Software)
- Suchen, Sortieren und Organisieren aller Bilder nach Land, Stadt, Straße (mit beigefügter Organizer-Software)



Dazu heisst es auf der Website:
“Setzen Sie das JOBO photoGPS auf den Blitzschuh Ihrer Kamera und erfassen Sie die Geodaten jeder Aufnahme, indem Sie den Auslöser Ihrer Kamera betätigen. Am PC oder Laptop führen Sie die Geodaten und Ihre Photos mit der mitgelieferten Software zusammen. Hierbei werden automatisch neben dem Längen- und Breitengrad, die übersetzte Adresse – also Land, Stadt, Straße und nächste Sehenswürdigkeit – in die Bilddatei geschrieben. So können Sie nun nach bestimmen Orten, Straßen oder Sehenswürdigkeiten suchen, ohne jedes Bild individuell zu beschriften. Für das Organisieren, Finden und Sortieren der Photos liegt ebenfalls eine Software bei.”
Das Jobo photoGPSist ein GPS-Datenlogger, der beim Auslösen die aktuelle GPS-Position mitschreibt. Da das Gerät über einen USB-Anschluss verfügt, können die Geoinformationen in einem Postprozess ausgelesen und am PC den Fotos automatisch zugeordnet werden.
Von nun an ist es auch noch Jahre später möglich, die exakte Position oder Blickwinkel auf das Staudamm-Panorama zu ermitteln und evtl. Freunden diese Aussicht zu empfehlen.

GPS-Aufzeichnung auf Reisen
Wer seine GPS-Strecke zu Analysezwecken aufzeichnen möchte, benötigt ein Gerät, welches die aktuellen GPS-Positionsdaten in bestimmten Intervallen aufzeichnet. Hierzu gibt es spezielle Outdoor-Handgeräte, mit GPS ausgerüstete Smartphones oder reine GPS-Datenlogger.

Nur die Handgeräte sind meistens stoß- und spritzwassergeschützt, da sie speziell fuer den Outdoor-Betrieb konzipiert sind. Die Akkulaufzeit solcher Geräte ist auf eine lange Lebensdauer ausgelegt, der Betrieb einfach und intuitiv möglich. Empfehlenswert ist hier z.B. Magellan Triton 2000, welcher sich durch ein Farb-Display, Kompass, Digitalkamera, Sprachaufzeichnung und SD-Speicherkartenerweiterungsslot auszeichnet. Die Möglichkeiten sind vielfaeltig und erlauben dem Reisenden nicht nur die Tour zu planen, den Weg per Kompass zu finden sondern z.B. auch gleich Tour-Fotos zu schiessen und diese direkt mit Geoinformationen (Bild mit GPS-Position verknüpfen) zu versehen, sog. Geotaggen.
Die so gekennzeichneten Bilder können dann in Bilderdiensten, wie z.B. Locr, direkt mit Landkarten verknüpft und anderen Fotografen zur Ansicht gestellt werden. So sind beispielweise auch Bebilderugen zu Sehenswürdigkeiten per Internet möglich.
Der Vorteil bei den Smartphones liegt darin, dass sie fast jeder ohnehin besitzt, und sie zur GPS-Aufzeichnung (teilweise auch ohne spezielle SW, bzw. mit Bordmitteln) genutzt werden können. Hier spielt allerdings die limiterite Batterielaufzeit eine Rolle, welche sich bei GPS-Betrieb signifikant reduziert. Smartphones mit GPS sind eher für die Navigation im Auto mit KFZ-Bordspannung oder eine kurze Standortsuche im Stadtbereich ausgelegt.

GPS-Datenlogger, wie z.B. der Wintec WBT-201 Bluetooth GPS Empfänger, haben im Vergleich dazu eine sehr lange Akkulaufzeit, die mehrere Tage durchhalten kann. Diese Datenlogger haben den alleinigen Zweck, die GPS-Position aufzuzeichen, nicht jedoch anzuzeigen. Dieses kann mittels einer Bluetooth-Verbindung auf einem Smartphone oder PDA dargestellt oder am PC auch ausgelesen und ausgewertet werden.
Je nach Einsatzzweck empfiehlt sich also das Ein oder Andere Gerät.
Für längere Reisen, Wanderungen, Pilgertouren, etc., welche sich über Tage erstrecken könen, ist ein Outdoor-Handgerät mit Kompass, Strecken-Anzeige und autarker Planung eine ideale Wahl. Wer die Strecke für Analysezwecke in einem Postprozess aufzeichen, jedoch nicht ständig anzeigen möchte, für den empfiehlt sich ein reiner GPS-Datenlogger, welcher jedoch mit Zusatzhardware per BT die Strecke in Echtzeit darstellen könnte. Für kurzfristige Ausflüge und den alltäglichen Einsatz sind Smartphones mit GPS eine exzellente Wahl, da man sie ohnehin dabei hat und z.B. mittels Google Maps Mobile jederzeit verfügbar sind.

